CBD Legalität: Hanfstängel und Hanfseil auf einem hellen Holztisch
CBD · Ratgeber

Ist CBD legal in Deutschland? Die Rechtslage

28.10.2026
Giulio Can Erdogan, Gründer von CBD&Chill
Fachlich geprüft
Gründer · Redaktion CBD&Chill
Das Wichtigste in Kürze
  • CBD steht nicht in der Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes.
  • Das Konsumcannabisgesetz nimmt CBD und Nutzhanf aus dem Cannabis-Begriff aus (§ 1 Nr. 8 Buchst. b und d, Nr. 9).
  • Nutzhanf braucht einen THC-Gehalt von höchstens 0,3% oder ein Sorten-Zertifikat und darf nur zu Zwecken in Verkehr kommen, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen.
  • Als Lebensmittel ist CBD in der EU nicht zugelassen (Novel Food).
  • Stand 10/2026, keine Rechtsberatung.

Ist CBD legal? Die kurze Antwort lautet: In Deutschland ist CBD kein Betäubungsmittel, aber die Details hängen von Produkt und Verwendung ab. Entscheidend sind drei Fragen: ob das Produkt als Nutzhanf gilt, wie hoch der THC-Gehalt ist und ob es als Lebensmittel verkauft wird. Alle Angaben hier sind eine Lesung der Gesetzestexte, keine Rechtsberatung, Stand Oktober 2026.

Wer CBD-Produkte aus Nutzhanf sucht, findet bei CBD&Chill die Kategorie CBD Blüten. Die rechtliche Einordnung dazu steht im Folgenden.

CBD legal in Deutschland: die Rechtslage im Überblick

CBD steht nicht in der Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes. Das Konsumcannabisgesetz nimmt CBD außerdem in § 1 KCanG Nummer 8 Buchstabe b ausdrücklich aus dem Cannabis-Begriff aus. CBD gilt rechtlich also nicht als Cannabis im Sinne des Gesetzes.

Das ist die Lage für den Stoff selbst. Bei Hanfprodukten kommt es zusätzlich auf die Pflanze an, aus der sie stammen. Das führt zum Begriff Nutzhanf.

Was als Nutzhanf gilt

Nach § 1 Nummer 9 KCanG sind Nutzhanf Pflanzen und Pflanzenteile der Gattung Cannabis, deren Verkehr ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen. Dazu muss entweder das Saatgut aus einer Sorte des EU-Sortenkatalogs stammen oder der THC-Gehalt darf 0,3% nicht übersteigen. Nutzhanf nimmt Nummer 8 Buchstabe d vom Cannabis-Begriff aus.

Welche Grenzen gelten für CBD-Blüten?

Die Rauschklausel ist der Kern: Nutzhanf bleibt nur dann außerhalb des Cannabis-Begriffs, wenn der Verkehr einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließt. Die Besitzmengen des § 3 KCanG betreffen Cannabis, nicht Nutzhanf. Was ein Produkt tatsächlich enthält, zeigt der Laborbericht der Charge mit CBD- und THC-Wert; auf den THC-Wert kommt es rechtlich an. Wie sich CBD und THC unterscheiden, erklärt der Artikel Was ist CBD.

Zur Frage, ob CBD in Tests auftaucht, haben wir einen eigenen Beitrag: Ist CBD nachweisbar. Zum Unterschied zum Cannabis-Konsumrecht lies auch Cannabis ohne Rezept.

CBD als Lebensmittel: die Novel-Food-Frage

In der EU gelten CBD-Extrakte als neuartige Lebensmittel (Novel Food) und brauchen vor dem Verkauf als Lebensmittel eine Zulassung. Eine Bewertung der DFG-Senatskommission von 2025 stellt fest, dass bisher keines der Produkte zugelassen wurde. Die Stellungnahme der EFSA aus dem Jahr 2022 hält die Sicherheit von CBD als Lebensmittel angesichts von Datenlücken derzeit für nicht feststellbar.

Deshalb tragen viele CBD-Blüten den Hinweis „nicht zum Verzehr geeignet“; warum, erklärt der Artikel Warum steht auf CBD-Blüten „Nicht zum Verzehr geeignet“. Was die Forschung zur CBD Wirkung sagt und was Nutzer berichten, lies du unter CBD Erfahrungen.

Worauf du beim Kauf rechtlich achten kannst

Drei Punkte helfen: ein Laborbericht mit ausgewiesenem THC-Wert, eine Charge, die zur Verpackung passt, und ein Händler, der Produkte nicht mit Heilversprechen bewirbt. Die Abgabe erfolgt nur an Erwachsene ab 18 Jahren. Bei Unsicherheit ist eine rechtliche Beratung der richtige Weg, denn die Rechtslage kann sich ändern.

Kurz zusammengefasst: CBD steht nicht in Anlage I des BtMG und ist nach § 1 Nr. 8 Buchst. b KCanG vom Cannabis-Begriff ausgenommen. Nutzhanf braucht höchstens 0,3% THC oder eine gelistete Sorte und einen Verkehr ohne Rauschmissbrauch. Als Lebensmittel ist CBD in der EU nicht zugelassen.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.


Häufige Fragen

Ist CBD ein Betäubungsmittel?

Nein. CBD steht nicht in der Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (Wortlaut geprüft im Oktober 2026), und das Konsumcannabisgesetz nimmt CBD in § 1 Nummer 8 Buchstabe b aus dem Cannabis-Begriff aus. Das ist eine Lesung der Gesetzestexte, keine Rechtsberatung.

Darf ich CBD-Blüten kaufen und besitzen?

Das Gesetz nimmt Nutzhanf nur aus, wenn der THC-Gehalt höchstens 0,3% beträgt oder die Sorte gelistet ist und der Verkehr Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen (§ 1 Nummer 9 KCanG). Die Besitzmengen des § 3 KCanG gelten für Cannabis, nicht für Nutzhanf. Im Zweifel ist eine rechtliche Beratung der richtige Weg.

Ist CBD als Lebensmittel oder Nahrungsergänzung erlaubt?

In der EU fallen CBD-haltige Lebensmittel unter die Novel-Food-Verordnung, und nach einer Bewertung der DFG-Senatskommission von 2025 ist bisher keines dieser Produkte zugelassen. Die EFSA hält die Sicherheit von CBD als Lebensmittel derzeit für nicht feststellbar.

Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz (KCanG), § 1 Begriffsbestimmungen · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · 2024
    Nummer 8 Buchstabe b nimmt CBD aus dem Cannabis-Begriff aus, Buchstabe d und Nummer 9 regeln Nutzhanf (THC höchstens 0,3 Prozent oder Sortenkatalog, Verkehr nur zu Zwecken ohne Rauschmissbrauch). Stützt die rechtliche Einordnung von CBD und Nutzhanf.
  2. Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage I · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · 2001
    Die Anlage I enthält Tetrahydrocannabinole, aber weder Cannabidiol noch CBD. Stützt die Aussage, dass CBD nicht in Anlage I des BtMG steht.
  3. Statement on safety of cannabidiol as a novel food: data gaps and uncertainties · EFSA Journal 20(6):7322, EFSA NDA Panel · 2022
    Stellungnahme des Wissenschaftsgremiums der EFSA. Stützt die Aussage, dass die Sicherheit von CBD als neuartiges Lebensmittel derzeit nicht festgestellt werden kann.
  4. Cannabidiol in Foods and Food Supplements: Evaluation of Health Risks and Health Claims · Nutrients, DFG-Senatskommission zur Beurteilung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Lebensmitteln · 2025
    Bewertung gesundheitlicher Risiken von CBD in Lebensmitteln. Stützt die Aussage, dass CBD-haltige Lebensmittel unter die Novel-Food-Verordnung fallen und bisher keines zugelassen wurde.